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Geschmackstest: Lucaffé Classic

Wenig Säure, mild-herb und cremig

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Wenn Ihr einen säurearmen, cremigen, milden und doch würzigen Espresso aus Italien sucht, ist der Lucaffé Classic eventuell eine gute Wahl für Euch. Für diesen Geschmackstest hat mir Roast Market aus Frankfurt am Main eine kleine Probe zur Verfügung gestellt. Für meinen Test habe ich eine 250-Gramm-Dose mit ganzen Bohnen erhalten, doch diese Mischung ist außerdem gemahlen und in Form von Pads (nach "E.S.E. Standard") verfügbar.

Lucaffé Classic: Blick in die Dose | Foto: Redaktion

Den Gardasee im Norden Italiens kennen in Deutschland viele aus eigener Erfahrung als Urlaubsziel. Deshalb ist es nicht überraschend, dass man bei einer Google-Suche nach Padenghe sul Garda vor allem Informationen für Touristen auf den ersten Seiten der Ergebnislisten erhält. Doch Padenghe sul Garda ist nicht nur für Urlauber interessant, es ist der Ort, in dem Gian Luca Venturelli 1996 in der Garage seines Vaters Lucaffé gründete. Mittlerweile werden die Produkte der Firma in über 45 Ländern verkauft.

Dose Lucaffé Classic | Foto: Redaktion

Sehr ansprechende rote Dose

Ein halbes Pfund Kaffee wirkt meist etwas leichtgewichtig, wenn es in einem für ganze Bohnen typischen Beutelchen präsentiert wird. In einer Metalldose, wie Ihr sie auf den Fotos zu meinem Test findet, sehen 250 Gramm Kaffeebohnen nach mehr aus. Beim ersten Öffnen muss man nicht nur den Deckel abschrauben, sondern einen Verschluss abziehen, wie man ihn etwa von Erdnüssen und Katzenfutter in Dosen kennt. Dem Nachteil von viel Verpackungsmüll steht der Vorteil anhaltender Frische gegenüber. Die Dose könnt Ihr später für andere Zwecke verwenden. Interessant finde ich die Dose vor allem als kleines Geschenk, denn dabei kommt es eben nicht nur auf die inneren Werte an.

Ein Verschluss wie man ihn von Erdnüssen kennt | Foto: Redaktion

80 % Arabica, 20 % Robusta

Im Shop von Roast Market wird der nach traditionellem Verfahren geröstete Lucaffé Classic als „würzige Mischung aus 80% Arabicabohnen und 20% Robustabohnen aus Mittel- und Südamerika, Asien und Afrika“ angeboten. Laut Roast Market ist diese Mischung „besonders durch ein fein, süßliches Aroma und eine besonders füllige Crema“, „sehr weich und magenverträglich durch eine schonende Röstung“ sowie „hervorragend für Vollautomaten und Siebträger geeignet“. Der Röstgrad wird mit drei von fünf Bohnen angegeben.

Wie schmeckt Lucaffé Classic?

Der Duft aus der frisch geöffneten Dose erinnerte mich an Weintrauben, der heiße Kaffee duftet angenehm nach Kuchen (ich denke an Marmor-Schokokuchen und Nusskuchen). Geschmacklich spiegeln sich diese Eindrücke nur wenig wider.

Den Lucaffé Classic habe ich erst im Laufe der Wochen schätzen gelernt, denn anfangs fand ich ihn relativ langweilig. Das lag nicht zuletzt daran, dass ich die ersten Portionen als Lungo zubereitet hatte. Meistens schmeckt mir Kaffee aus dem Vollautomaten so am besten, doch in diesem Fall ist eine Espresso-Portion mit großem Abstand die beste Wahl. Obwohl säurearm kommen beim Lucaffé Classic in diesem Fall nach einem anfänglichen deutlich herben Geschmackseindruck kurz recht kräftige Fruchtnoten zum Vorschein, zumindest dann, wenn man das Getränk ein wenig hat abkühlen lassen.

Schmeckt als Espresso am besten: Lucaffé Classic | Foto: Redaktion

Bei der Zubereitung als Lungo muss der Kaffee signifikant stärker (etwas zu sehr) abgekühlt sein, bevor man die fruchtigen Anteile genießen kann. Vielen Kaffeetrinkern dürfte an dieser Mischung gefallen, wie cremig sie ist. Das kommt beim Lungo am besten heraus. Der Kaffee schmeckt hier immer noch würzig, aber auch Getreidenoten bemerke ich.

Lucaffé Classic: Blick von oben auf den Deckel der Dose | Foto: Redaktion

Ich habe den Kaffee außerdem mit einer elektrischen Filterkaffeemaschine zubereitet. Kann man auf die fruchtigen Eindrücke weitgehend verzichten, ist das keine schlechte Wahl. Während im Anschluss an die fruchtigen Noten sonst nur kurz und schwach ausgeprägt ein süßlicher Geschmack wahrnehmbar ist, bekommt man beim Filterkaffee nicht nur mehr davon; dieser süßliche Geschmack verbindet sich mit einer ansonsten kaum wahrnehmbaren Kakaonote, was mir sehr gut gefällt.

Bei jeder Zubereitungsart sind im Abgang leichte Röstnoten und nach einer Weile ein pfeffrig-scharfer Eindruck vorhanden. Der Geschmack hält sich lange im Mund.

Dose Lucaffé Classic: | Foto: Redaktion

Im Testzeitraum im Februar 2017 kostete bei Roast Market eine 250-Gramm-Dose 6,60 Euro, was einem Preis von 26,40 Euro je Kilogramm entspricht. Eine 1-Kilogramm-Packung (keine Dose!) war allerdings für nur 19,90 Euro erhältlich.

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