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Geschmackstest: Caffé New York Espresso EXTRA

Wenig Säure, 5 % Jamaica Blue Mountain

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Seid Ihr auf der Suche nach ganzen Bohnen für einen säurearmen Espresso für einen Vollautomaten oder Eure Siebträgermaschine? Dann seid Ihr bei diesem Testbericht richtig. Für diesen Geschmackstest hat mir Roast Market aus Frankfurt am Main eine kleine Packung "Caffé New York Espresso EXTRA" zur Verfügung gestellt.

250-Gramm-Packung des Caffé New York Espresso EXTRA | Foto: Redaktion

Im Onlineshop von Roast Market gab es im Testzeitraum nur wenige Informationen zum Caffé New York Espresso EXTRA: Das verwundert ein wenig, denn zum einen stammt der Kaffee von einer traditionsreichen Rösterei, die bereits Anfang der 1930er Jahre gegründet wurde. Zum anderen wird speziell diese Mischung bereits seit Langem angeboten; im Jahr 1998 erklärte eine Jury des „Feinschmecker“-Magazins sie zum Testsieger unter 26 Espressoröstungen aus Italien, Deutschland, Portugal und der Schweiz, was ihr zu einer gewissen Popularität verhalf.

Es begann in der Toskana

Von der Bezeichnung Caffé New York Espresso EXTRA dürft Ihr Euch nicht in die Irre führen lassen: Caffé New York wäre zwar ein guter Name für eine amerikanische Coffeeshop-Kette, doch tatsächlich geht er zurück auf die Bar New York in Montecatini Terme, einer kleinen Stadt in der Toskana. Falls Ihr auf der Landkarte suchen wollt: Schaut zwischen Pisa und Florenz! In den ersten Jahrzehnten war der Espresso der Bar New York bloß eine Lokalattraktion, erst in den 50er und 60er Jahren wurde der Vertrieb auf gastronomische Betriebe in der Region ausgeweitet. Aber sprechen wir über über die Mischung in meinem Geschmackstest!

Caffé New York Espresso EXTRA | Foto: Redaktion

Auf einem oben auf der Packung befindlichen Aufkleber steht JAMAICA BLUE MOUNTAIN COFFEE. Damit wird etwas zu viel versprochen, denn die berühmten und sehr teuren Bohnen tragen lediglich fünf Prozent zur Mischung bei, der Rest sind Arabica-Bohnen aus Mittelamerica. So ein Aufkleber macht sich zwar gut auf der Verkaufsverpackung, doch wie groß kann der Beitrag zum Gesamterlebnis bei einem Anteil von nur fünf Prozent sein?

Jamaica Blue Mountain Coffee: nur 5-Prozent-Anteil | Foto: Redaktion

Roast Market empfiehlt die Caffé New York Espresso EXTRA-Mischung für die Zubereitung mittels Siebträger und Vollautomaten. Für meinen Test habe ich neben einem Vollautomaten (Philips HD8847/01) eine elektrische Filterkaffeemaschine (WMF AromaOne) verwendet.

Am besten als Espresso

Milchig, fruchtig, würzig, schokoladig waren die ersten Begriffe, die ich beim Schnuppern an der frisch geöffneten Verpackung notierte. Mich erinnerte der Duft an Milchschokolade; dieser Eindruck verfestigte sich beim Schnuppern am frisch gemahlenen Kaffee. Aufgebrüht dagegen dominiert ein Duft nach Sauerkirsche. Letzteres spiegelt sich weder bei der Zubereitung als Espresso oder Lungo noch bei der Zubereitung als einfacher Filterkaffee im Geschmack wider.

„Mittelkräftiger Espresso, süß, intensiv, mit Schokoladennote und einer haselnussbraunen Crema“, beschreibt Roast Markt den Caffé New York Espresso EXTRA. Das deckt sich kaum mit meinen Geschmackseindrücken im Test.

Meinem Empfinden nach handelt es sich um einen eher milden, aber deutlich würzigen, recht herben Geschmack mit ansprechenden Kräuternoten. Der Kaffee ist säurearm, was für viele Konsumenten ein klares Kaufargument ist. Auf mich wirkte er dadurch zunächst ziemlich langweilig, wobei ich anmerken möchte, dass mich der Geschmack gegen Ende meines Tests deutlich mehr überzeugte als am Anfang. Fruchtnoten sind beim Lungo erst halbwegs deutlich zu bemerken, wenn der Caffé New York Espresso EXTRA stark abgekühlt ist; lauwarm trifft diese Mischung meinen Geschmack am ehesten. Beim Espresso muss man längst nicht so lange darauf warten; als Espresso gefällt mir diese Mischung deshalb am besten, als Filterkaffee am wenigsten.

Anfangs schmeckt der Caffé New York Espresso EXTRA milchig-cremig, dann eher malzig und im Abgang kommen Getreide- und Röstnoten sowie ein schöner scharfer Geschmack zum Vorschein. Im damaligen Test des „Feinschmecker“-Magazins war von Kardamom die Rede, ja, das passt.

Im Testzeitraum im Januar 2017 kostete bei Roast Market eine 250-Gramm-Packung, wie sie mir zur Verfügung gestellt wurde, 7,80 Euro, was einem Preis von 31,20 Euro je Kilogramm entspricht. Die 1-Kilogramm-Packung kostete 29,90 Euro.

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