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Im Test mit Video: Senseo Viva Café Style

Kaffeepadmaschine HD7833/50 von Philips

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Seit mehreren Wochen teste ich die neue Kaffeepadmaschine Senseo Viva Café Style, die Philips unter der Produktbezeichnung HD7833/50 verkauft. Von ihren Schwestermodellen mit ähnlichem Namen hebt sich das neue Gerät bei Design und Materialwahl ab. Kurz gesagt: Philips verleiht der Padmaschine HD7833/50 ein wenig Premium-Feeling.

In diese Richtung geht jedenfalls der Anspruch des Herstellers. Beim Betrachten der Fotos und des Videos zu meinem Test könnt Ihr Euch selbst ein Bild davon machen, inwieweit das gelungen ist. Vorab: Mit dem matten Design und der „Titanium-Schwarz“ genannten Farbe haben die Designer bei Philips eine sehr gute Wahl getroffen, ich mag nüchterne Eleganz. Mit dem Testgerät, das mir der Hersteller kostenlos zur Verfügung gestellt hat, konnte ich mich so auf den ersten Blick anfreunden.

Viva Café Style, Kaffeepads, Informationsblatt | Foto: Redaktion

Viva Café Style, Kaffeepads, Informationsblatt | Foto: Redaktion

So sehr mir vor drei Jahren beim Test der Senseo Twist deren innovatives Design gefiel, so unpraktisch fand ich deren glänzenden Oberflächen. Von den Formen her entspricht die neue HD7833/50 dem klassischen Senseo-Design einer leicht nach vorne gebeugten Röhre und einer großen runden Abstellfläche unterhalb des Kaffeeauslaufs. Auf den allgemein üblichen Hochglanz-Produktbildern, die in Shops und auf Herstellerseiten verwendet werden, lassen sich Besonderheiten der Senseo Viva Café Style nur erahnen.

Matte Oberfläche ist pflegeleicht

Allein die Abdeckung vom Kaffeeauslauf glänzt, ansonsten weisen sämtliche wesentlichen Teile des Gehäuses eine matte Oberfläche auf, was zusammen mit der Farbe „Titanium-Schwarz“ für eine ruhige Ausstrahlung sorgt und das Gerät hochwertiger als ähnliche Padmaschinen erscheinen lässt.

Gehäuse mit matten Oberflächen | Foto: Redaktion

Gehäuse mit matten Oberflächen | Foto: Redaktion

Bleiben wir beim Kaffeeauslauf: Dieser lässt sich zum Reinigen leicht abnehmen und ist höhenverstellbar, wie man das von Senseo-Padmaschinen kennt. Nicht nur wenn Ihr Espressotassen, sondern auch wenn Ihr die typischen kleinen Senseo-Tassen verwendet, könnt Ihr den Auslauf in der untersten Position belassen.

Kaffeeauslauf von unten betrachtet | Foto: Redaktion

Kaffeeauslauf von unten betrachtet | Foto: Redaktion

Erst ab Bechergröße müsst Ihr den Kaffeeauslauf weiter nach oben schieben. Dazu drückt Ihr dort rechts und links gleichzeitig, um die Sperre zu lösen. Das funktioniert nach bekanntem, bewährtem Prinzip.

Kein Design-Highlight: der Wassertank | Foto: Redaktion

Kein Design-Highlight: der Wassertank | Foto: Redaktion

Eine Kaffeemaschine schaut man selten von hinten an, trotzdem ist der rückseitig angebrachte Wassertank ein kleiner Schwachpunkt beim Design der Senseo Viva Café Style: Standard- statt Premium-Feeling. Dafür wirkt er sehr stabil und mit seinem Fassungsvermögen von rund 0,9 Litern ist er groß genug, um einige Kaffeeportionen hintereinander zubereiten zu können.

Wassertank der Senseo Viva Café Style | Foto: Redaktion

Wassertank der Senseo Viva Café Style | Foto: Redaktion

Abtropfgitter ist aus Metall

Besonders hochwertig wirkt hingegen das Abtropfgitter aus Metall, das bestens zum matten Design der HD7833/50 passt. Under dem Abtropfgitter ist ein herausnehmbarer Abtropfbehälter. Dieser kann recht wenig Flüssigkeit aufnehmen, aber das ist kein Problem, denn normalerweise läuft kaum Flüssigkeit woanders hin als in die Tasse unter dem Kaffeeauslauf. Mein Testgerät tropft kaum nach.

Schöne Abstellfäche | Foto: Redaktion

Schöne Abstellfäche | Foto: Redaktion

Allerdings habe ich schon mal vergessen, eine Tasse bereitzustellen, bevor ich die Zubereitung gestartet habe. In einem solchen Fall ist der Abtropfbehälter gefragt. Tipp: Leert den Behälter früh aus, denn ist er voll, ist es nahezu unmöglich, beim Herausnehmen nicht einen Teil der gesammelten Flüssigkeitsreste über die Maschine zu kippen. Das wollt Ihr nicht!

Abtropfgitter, Abtropfschale | Foto: Redaktion

Abtropfgitter, Abtropfschale | Foto: Redaktion

Die matten Oberflächen sorgen nicht nur für ein hochwertiges Erscheinungsbild. Gegenüber Fingerabdrücken sowie Wasser- und Kaffeeflecken zeigt sich das Gehäuse ziemlich resistent. Ist doch mal etwas zu sehen, lässt sich die Stelle mit minimalem Aufwand durch feuchtes Abwischen reinigen. Kraftaufwand ist nicht nötig, so wünsche ich mir das!

Die matten Oberflächen wirken hochwertig | Foto: Redaktion

Die matten Oberflächen wirken hochwertig | Foto: Redaktion

Eine einzige Schwachstelle gibt es indes: Der glänzende Aufsatz über dem Kaffeeauslauf zieht Flecken an und sieht schnell unansehnlich aus, diesen kleinen Teil der Senseo Viva Café Style müsst Ihr häufig putzen.

Nur hier ist häufiges Putzen nötig | Foto: Redaktion

Nur hier ist häufiges Putzen nötig | Foto: Redaktion

Fühlt sich besser an

Über die Fotos und das Video zum Test lässt sich nur ansatzweise vermitteln, wie sich die Senseo Viva Café Style anfühlt. Manche Teile wirken gummiert, was mir persönlich sehr gut gefällt. Generell fühlt sich das Modell HD7833/50 anders als andere Padmaschinen, die ich kenne, an. Besser, wie ich finde! Philips ist es damit gelungen, das klassische Senseo-Design auf einen neuen Level zu bringen. Nicht durch Verrücktheiten, sondern durch leise Veränderungen, für die man genauer hinsehen muss.

Soll nicht nur schön aussehen, sondern sich auch angenehm anfühlen | Foto: Redaktion

Soll nicht nur schön aussehen, sondern sich auch angenehm anfühlen | Foto: Redaktion

Die Senseo Viva Café Style bietet Euch nicht viel mehr als die Standardfunktionen einer Kaffeepadmaschine. Positiv zu bewerten ist die Möglichkeit, zwei Getränke gleichzeitig zubereiten zu können. Hierfür gibt es einen eigenen Startknopf und eine Halterung für zwei Pads (die auch für bestimmte dickere Pads benötigt wird).

Bedienfeld an der Vorderseite | Foto: Redaktion

Bedienfeld an der Vorderseite | Foto: Redaktion

Was Philips etwas missverständlich als Funktion zur Einstellung der Kaffeestärke bezeichnet, ist ein kleiner Wahlschalter für die Wassermenge. Füllt Ihr mit einer Zubereitung lediglich eine Espressotasse, schmeckt Euer Getränk intensiver als wenn Ihr eine klassische Senseo-Tasse befüllt und dafür natürlich deutlich mehr Wasser verwendet. Kleine Tasse, große Tasse, Ihr habt über den kleinen Schalter also die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Wassermengen – zusätzlich dazu, ob Ihr dabei eine oder zwei Portionen zubereiten wollt. Ihr könnt Euch so also beispielweise für die kleine Tassengröße/Wassermenge entscheiden, aber davon dann zwei Portionen gleichzeitig zubereiten.

Gut erreichbarer Einschalter

Der Ein- und Ausschalter befindet sich ganz vorne zwischen den Starttasten (für ein oder zwei Portionen). Dort ist er bestens zu erreichen. Bei sehr vielen anderen Kaffeemaschinen befindet sich der Schalter irgendwo hinten und ist deshalb nicht bequem erreichbar. Ist es Zeit zum Entkalken, signalisiert die HD7833/50 dies über ein kleines Lämpchen.

Bequemer geht's nicht: Power-Knopf der Senseo Viva Café Style

Bequemer geht’s nicht: Power-Knopf der Senseo Viva Café Style

Bis Ihr die erste Tasse Kaffee zubereiten könnt, müsst Ihr für heutige Verhältnisse ungewöhnlich lange warten. Ich habe gestoppt, wie lange die Aufheizphase nach dem Einschalten dauert: rund 1 Minute und 20 Sekunden. Tipp: Wenn Ihr einen Kaffee zubereiten möchtet, schaltet zuerst die Maschine ein und kümmert Euch in der Zwischenzeit um die weiteren Vorbereitungen (Tassen aus dem Schrank nehmen, frisches Wasser in den Tank füllen, Pad in die Halterung legen …).

Wie heute allgemein üblich verfügt die hier getestete Kaffeepadmaschine über eine automatische Abschaltfunktion bei längerer Inaktivität. Das geschieht erst nach 30 Minuten, weshalb Ihr Euch angewöhnen solltet, Eure Senseo Viva Café Style nach der Getränkezubereitung auszuschalten.

Einfache Bedienung, aber dürftige Anleitung

Typisch Senseo ist die Bedienung der Kaffeemaschine sehr einfach. Trotzdem erwarte ich eine Anleitung, die auch Senseo-Neulingen einen leichten Einstieg ermöglicht. Diese Erwartung enttäuscht der Hersteller. Die mehrsprachigen Anweisungen auf der als Faltblatt gestalteten Bedienungsanleitung sind äußerst knapp gehalten. Zudem ist die Schrift sehr dünn, was das Lesen erschwert. Nicht gut, aber akzeptabel.

Bedienungsanleitung: Philips macht nicht viele Worte ... | Foto: Redaktion

Bedienungsanleitung: Philips macht nicht viele Worte … | Foto: Redaktion

Was mich wirklich stört: Einige wesentliche Bedienschritte werden ausschließlich in Bildern erklärt. Vieles davon ist eindeutig, anderes jedoch nicht. Das Modell HD7833/50 ist nicht die erste Senseo-Padmaschine, mit der ich es zu tun habe. Deshalb sind mir die meisten Schritte ohnehin klar. Bei der Erstinbetriebnahme habe ich allerdings eindeutige Informationen zum Durchspülen des fabrikneuen Geräts vermisst, das hat mich aufgehalten. Bei einzelnen Bildern der Anleitung ist mir bis heute nicht klar, was genau sie bedeuten sollen.

Aus den Bildern wird man nicht immer schlau | Foto: Redaktion

Aus den Bildern wird man nicht immer schlau | Foto: Redaktion

Der Verzicht auf eine vernünftige Anleitung passt so gar nicht zu einem Gerät, bei dem Premium-Feeling aufkommen soll. Außerdem kenne ich einige Leute, denen es schwerfällt, mit der Bedienung neu angeschaffter Geräte klarzukommen – und sei es, weil sie einfach keine Lust haben, darüber nachzudenken. Portionskaffeemaschinen stehen doch gerade für eine unkomplizierte Zubereitung; deshalb ist es wichtig, dass Anfänger eine klare Anleitung erhalten. Manche anderen bekannten Hersteller von Kaffeemaschinen sparen allerdings ebenfalls zu sehr bei den Bedienungsanleitungen, insofern bin ich nicht besonders überrascht.

Sehr, sehr große Auswahl an Kaffeepads

Ein entscheidendes Auswahlkriterium vor dem Kauf einer Kaffeemaschine ist die Getränkequalität. Die allermeisten Kaffeetrinker werden hierzulande bereits Kaffee, der mit einer Senseo-Padmaschine zubereitet wurde, getrunken haben, selbst wenn sie kein eigenes Gerät besitzen. Daher kann ich mir umfangreiche Erklärungen an dieser Stelle sparen.

Kein echter Espresso, sieht aber gut aus und schmeckt auch gut | Foto: Redaktion

Kein echter Espresso, sieht aber gut aus und schmeckt auch gut | Foto: Redaktion

Ein Hinweis, damit es keine Enttäuschung gibt: Bei einem Brühdruck von nur 1 bar könnt Ihr mit einer Padmaschine wie der Senseo Viva Café Style keinen echten Espresso zubereiten, aber durchaus Kaffee, der richtig gut schmeckt. Mein letzter umfangreicher Test einer Senseo-Padmaschine liegt einige Zeit zurück, weshalb ich gar nicht so viel Geschmack erwartet hatte.

Getränk in Senseo-Tasse | Foto: Redaktion

Getränk in Senseo-Tasse | Foto: Redaktion

Die Originalsorten von Senseo bieten bereits viel Abwechslung, doch zahlreiche andere Anbieter (von kleinen Röstereien bis zu hin zu den ganz Großen in der Kaffeebranche) stellen ebenfalls Pads (die nicht nur mit Kaffee, sondern auch mit Tee gefüllt sind) her. Die Auswahl ist gigantisch – ein starkes Argument für den Kauf einer Senseo-Padmaschine.

Pads kosten weniger als Kapseln

Kaffeepads sind allgemein deutlich billiger als Kaffeekapseln, was die Anschaffung einer Padmaschine zusätzlich attraktiv macht. Die Packungen (auch die von Senseo) enthalten unterschiedlich viele Pads. In der „Typ Cappuccino“-Packung sind beispielsweise bloß acht – allerdings dicke – Pads. Auf den ersten drei Positionen der Zutatenliste stehen“Kokosfett ganz gehärtet, Glukosesirup, Zucker“.

Wie gut die Bezeichnung „Typ Cappuccino“ hier passt, sei einmal dahingestellt. Aber gerade diese Sorte finde ich sehr lecker. Was ich damit sagen möchte, ist: Wenn es gut schmeckt, ist es dann wichtig, ob echter Cappuccino aus der Maschine kommt?

Senseo Viva Café Style und Packung mit Pads | Foto: Redaktion

Senseo Viva Café Style und Packung mit Pads | Foto: Redaktion

Wie bei Padmaschinen üblich müsst Ihr bei der hier getesteten Senseo Viva Café Style nach der Zubereitung eines Getränks das alte Pad aus dem Kaffeepad-Halter herauslösen. Vorsicht: Die Pads sind dann heiß! Wenn Ihr nicht warten könnt, weil Ihr sofort ein weiteres Getränk zubereiten wollt, verwendet einen Kaffeelöffel, um das mit heißer Flüssigkeit gefüllte Pad herauszulösen.

Eine von vielen verschiedenen Sorten | Foto: Redaktion

Eine von vielen verschiedenen Sorten | Foto: Redaktion

Testfazit

Das Senseo Viva Café Style genannte Modell HD7833/50 ist Philips gut gelungen. Aus der klassischen Bauform haben die Designer durch Verwendung neuer Materialien mehr denn je herausgeholt. Diese Kaffeepadmaschine wirkt hochwertig, ist weitgehend unempfindlich gegenüber Flecken und Fingerabdrücken und lässt sich leicht bedienen. Die Bedienungsanleitung lässt aufgrund fehlender Erklärungstexte zu wesentlichen Funktionen Fragen offen.

Verpackung der Senseo Viva Café Style | Foto: Redaktion

Verpackung der Senseo Viva Café Style | Foto: Redaktion

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers lautet 139,99 Euro, aber im Testzeitraum (Oktober und November 2015) war die Senseo Viva Café Style in Onlineshops ab rund 110 Euro erhältlich. Habt Ihr Fragen zu meinem Test? Stellt sie hier in den Kommentaren, aber schaut Euch erst das Video zum Testbericht an!

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3 Kommentare zu Im Test mit Video: Senseo Viva Café Style

  1. warum bekommt man die maschine 7833 niergendwo zu kaufen? egal ob im mediamarkt, bei saturn, niemand hat sie auf lager. auch in österreich nicht. ich gehöre leider nicht zu denen die gerne im netz bestellen und möchte sie vorher ansehn und wenn gefällt mitnehmen, also nicht im netz bestellen.

  2. Wie funktioniert die Direktstart-Funktion? Laut Herstellerbeschreibung ist sie enthalten? Kann man direkt den Kaffeeknopf drücken und sobald die maschine aufgeheizt ist, startet die Zubereitung?

  3. Ja, Du kannst den Startknopf schon vorab drücken. Das ist in diesem Fall auch sehr nützlich, denn das Gerät braucht zum Aufheizen recht lange. So lange möchte man nicht vor der Maschine stehend nur abwarten.

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