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Geschmackstest: Nespresso Variations Limited Edition 2015

Vanilla Amaretti, Ciocco Ginger, Vanilla Cardamon

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Geschmacklich auf die Vorweihnachtszeit abgestimmt bietet Nespresso derzeit die neuen Kapselsorten "Vanilla Amaretti", "Ciocco Ginger" und "Vanilla Cardamon" als Nespresso Variations Limited Edition 2015 an. Ich habe sie für Euch gekostet und stelle sie in einem Geschmackstest vor, damit Ihr wisst, ob sich die Investition lohnt.

Nespresso Variations Limited Edition 2015 | Foto: Redaktion

Nespresso Variations Limited Edition 2015 | Foto: Redaktion

Immerhin kostet Euch eine Kapsel umgerechnet 42 Cent. Da lohnt es sich, vorher mehr zu erfahren, anstatt sich auf gut Glück einen Vorrat anzulegen. Mir wurde jeweils eine Stange zum Testen zur Verfügung gestellt. Vorab kann ich Euch verraten, dass mir eine Sorte sehr gut und eine zweite gut schmeckt, ich die dritte indes nicht kaufen würde. Ins Detail gehe ich weiter unten im Text.

Die üppige Crema macht einen guten Eindruck | Foto: Redaktion

Die üppige Crema macht einen guten Eindruck | Foto: Redaktion

Die Nespresso Variations Limited 2015 seien von den wärmenden Aromen der Weihnachtszeit inspiriert, heißt es in der Presseinformation. Das gibt zumindest die Geschmacksrichtung vor. Die Grundlage dieser speziellen Sorten bildet wieder einmal „Livanto“ aus dem Dauersortiment, was mit einem optimalen „Profil zur Abrundung verschiedenster Geschmacksnuancen“ begründet wird. Daher haben alle drei neuen Sorten die Intensitätsstufe 6 (auf der Skala von Nespresso).

Intensität 6 auf der Skala von Nespresso | Foto: Redaktion

Intensität 6 auf der Skala von Nespresso | Foto: Redaktion

Äußerlich schwer zu unterscheiden

Die Kapseln der neuen Variations-Sorten sind schwer auseinanderzuhalten, denn die in Bogenform verlaufenden Farbsprenkel sind sich sehr ähnlich. In Kombination mit der hellen Grundfarbe der Kapseln sieht das zwar nett aus, aber mischen (etwa in einem Kapselvorratsbehälter) solltet Ihr diese Kapseln nicht. Das wäre unpraktisch. Weder auf der Folie an der Vorderseite noch sonst irgendwo auf der Kapsel wird der Name genannt – anders als beispielsweise bei den vor drei Monaten vorgestellten Limited Edition-Sorten „Tribute to Milano“ und „Tribute to Palermo“.

Keine Namen auf den Kapseln | Foto: Redaktion

Keine Namen auf den Kapseln | Foto: Redaktion

Die Verpackung der 10er-Stangen für die Nespresso Variations Limited 2015 folgt wie üblich dem Kapseldesign. Die Packungen sind überwiegend in sehr dunklem Braun (sieht auf den ersten Blick wie Schwarz aus) gehalten. An der Spitze (wo die Packung geöffnet wird) und zu Beginn des letzten Viertels sind feine Farbsprenkel zu sehen. Ich weiß nicht, was diese bedeuten sollen, vielleicht sollen diese für unterschiedliche Pulver mit Gewürzen sowie Zuckerkristalle stehen. Das ist zumindest meine Assoziation.

In einer Schreibschrift mit bescheiden wirkenden kleinen Buchstaben stehen die Namen der Kapselsorten wie üblich am unteren Ende der Stangen. Gemessen an den Designs früherer Spezialsorten wie den drei Limited Edition VARIATIONS 2014 finde ich die Gestaltung der neuesten Variations-Sorten ein wenig enttäuschend. Im Geschmackstest überzeugte die „Nespresso Variations Limited Edition 2015“ dagegen fast auf ganzer Linie. Außerdem fällt die üppige Crema positiv auf.

Macht einen guten Eindruck in der Tasse | Foto: Redaktion

Macht einen guten Eindruck in der Tasse | Foto: Redaktion

Wie schmecken die neuen Sorten?

Vanilla Cardamon: Die Beschreibung im Onlineshop von Nespresso ist wenig ergiebig. „Die feine Harmonie zwischen Vanille und Kardamom bildet eine perfekte Ergänzung zu den Röstnoten des Livanto Grand Cru und sorgt für einen überraschenden Kaffeegenuss“, ist dort zu lesen. Der süßlich-fruchtige Duft dagegen führt uns auf den richtigen Weg. Mich erinnert der Geruch an Weintrauben, Rosinen oder Trockenobst – jedenfalls sehr süßes Obst. Bei dem süßen Vanilleduft denke ich an Weihnachtsstollen.

Vanilla Cardamon | Foto: Redaktion

Vanilla Cardamon | Foto: Redaktion

Ganz so fruchtig und süß wie der Duft ist der Espresso im Geschmack nicht, aber von der Richtung her passt es gut. Früh mischen sich herbe Noten darunter, doch diese sind nur schwach ausgeprägt. Schwer einzuordnen ist der restliche Geschmack, aber das dürfte dann Kardamon sein. Mir gefällt die leicht pfeffrige Note, die von einem schwach rauchigen Geschmack begleitet wird. Nach einer Weile sind schließlich dezente Kakaonoten wahrzunehmen.

Ciocco Ginger: In der offiziellen Beschreibung ist von einer exquisiten „Kombination der aromatischen Röstnoten des Livanto Grand Cru mit dem Geschmack dunkler Schokolade“ die Rede, sie wird angeblich durch „Akzente von Ingwer“ belebt. Meinem Eindruck nach duftet der frische Espresso nussig-süß, ich denke hierbei an nussige Creme, wie man sie in Keksen findet. Sehr ansprechend!

Ciocco Ginger | Foto: Redaktion

Ciocco Ginger | Foto: Redaktion

Zu meinem Favoriten wird „Ciocco Ginger“ durch den Umstand, dass sich dieser nuss-schokoladig-cremig-süße Eindruck tatsächlich im Geschmack wiederfindet. Meist fehlt aromatisierten Kaffees die süße Komponente, sodass die Diskrepanz zwischen Duft und Geschmack zu einer Enttäuschung führt. Hier nicht. Eine leichte Säure kontrastiert diesen Geschmackseindruck sehr angenehm. Die „Akzente von Ingwer“ wären mir selbst nicht eingefallen, meine Assoziation ist Minzschokolade, die ja ebenfalls schokoladige und scharfe Eindrücke bietet.

Vanilla Amaretti: Das ist die Sorte, die ich nicht kaufen würde, denn im Gegensatz zu „Ciocco Ginger“ weckt die dritte Sorte beim Schnuppern Erwartungen, die beim Kosten nicht in ausreichend hohem Maße eingelöst werden. Mein erster Gedanke ging an leckere Backzutaten, aber inzwischen folge ich bei der Einordnung des Geruchs der Beschreibung im Shop und denke an „köstliche Mandel- und Vanille-Aromen, die an feine Amaretti-Biskuits erinnern“.

Vanilla Amaretti | Foto: Redaktion

Vanilla Amaretti | Foto: Redaktion

Das wird geschmacklich zwar gut abgebildet, doch die Süße solcher Kekse fehlt. Das irritiert und enttäuscht. Ausnahmsweise habe ich deshalb im Geschmackstest mit der Sorte „Vanilla Amaretti“ etwas Zucker in die Tasse gegeben. Das beseitigt den für mich zu großen Widerspruch zwischen den Sinneseindrücken, aber: Bei 42 Cent pro Tasse muss mir eine Sorte auch pur schmecken. Sonst lohnt es sich für mich nicht, teuren Kaffee zu kaufen. Nichts gegen viel Milch und Zucker im Kaffee, aber dann kann man billigen Kaffee verwenden.

Vanilla Amaretti | Foto: Redaktion

Vanilla Amaretti | Foto: Redaktion

Der Fairness halber möchte ich erwähnen, dass Nespresso wieder Rezeptvorschläge für die Variations-Sorten macht. Einen „Vanilla Amaretti Iced Coffee“ und einen „Sweet Vanilla Amaretti Latte“ würde ich sofort probieren, das ist dann schon eine andere Klasse als einfach nur Milch und Zucker in den Kaffee zu schütten.

Fazit

Das Design der Nespresso Variations Limited Edition 2015 ist eher langweilig, da habe ich bei Nespresso bereits sehr viel besseres gesehen. In puncto Geschmack können die neuen Spezialsorten dagegen überzeugen, wenngleich ich mir „Vanilla Amaretti“ aus den gerade geschilderten Gründen nicht kaufen würde. Mit ihren speziellen Geschmacksprofilen sorgen sie für Abwechslung im Nespresso-Sortiment, zudem passen sie insoweit bestens in die Zeit um Weihnachten.

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