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Buchtipp: Der Kaffeeatlas

Die ganze Welt des Spitzenkaffees

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"Der Kaffeeatlas: Die ganze Welt des Spitzenkaffees" kombiniert detaillierte Infos zu den Anbauländern mit allgemeinem Kaffeewissen und konkreten Tipps. Die klare Struktur und übersichtliche Gestaltung machen es einem als Leser leicht, entspannt und mit Genuss zu lesen.

Der Kaffeeatlas: Hardcover-Ausgabe | Foto: Redaktion

Der Kaffeeatlas: Hardcover-Ausgabe | Foto: Redaktion

Damit ich „Der Kaffeeatlas“ hier vorstellen kann, hat mir der GRÄFE UND UNZER VERLAG ein Rezensionsexemplar überlassen. Das Buch ist nicht nur als Hardcover-Ausgabe, sondern außerdem als E-Book erschienen. Ich bin ein E-Book-Fan, aber „Der Kaffeeatlas: Die ganze Welt des Spitzenkaffees“ ist die Art von Publikation, bei der Ihr Euch lieber für das physisch greifbare Produkt entscheiden solltet, weil es so gut aussieht.

Das sieht gut aus!

Auf den 256 Seiten findet Ihr 172 Fotos sowie 27 Übersichtskarten und viele Illustrationen. Der Text wird durch die ganzen Abbildungen nicht erschlagen oder in zu viele kleine Teile zerrissen, wie das leider bei zu vielen Büchern heutzutage der Fall ist. Layout und Farben tragen zu einer entspannten Lesestimmung bei. Vorbildlich!

Der Kaffeeatlas: ein Genuss fürs Auge | Foto: Redaktion

Der Kaffeeatlas: ein Genuss fürs Auge | Foto: Redaktion

Ich stelle das äußere Erscheinungsbild zu Beginn heraus, weil ich davon ausgehe, dass „Der Kaffeeatlas: Die ganze Welt des Spitzenkaffees“ überwiegend als Geschenk den Weg zu seinen Lesern finden wird. Dafür ist die Hardcover-Version auch prädestiniert. Der braune und etwas raue Einband erinnert an Kaffeesäcke.

Die Rückseite ... | Foto: Redaktion

Die Rückseite … | Foto: Redaktion

Der Aufbau des Buchs

Inhaltlich gliedert sich „Der Kaffeeatlas“ in drei Hauptteile: „Von der Frucht zur Bohne“, „Von der Bohne in die Tasse“, „Herkunft des Kaffees“. Im ersten Teil erfahren wir etwas über Arabica und Robusta, den Kaffeebaum, die Kaffeefrucht, Kaffeesorten, Kaffeeernte, Aufbereitung und Handel.

Was ist drin? Blick ins Inhaltsverzeichnis | Foto: Redaktion

Was ist drin? Blick ins Inhaltsverzeichnis | Foto: Redaktion

Im zweiten Teil geht es um Rösten, Kauf und Lagerung, Verkostung und Beschreibung, Wasser zum Aufbrühen und Mahlen von Kaffee. Außerdem werden „Brüh-Basics“ vermittelt. Einen eigenen Abschnitt im zweiten Teil hat der Espresso.

Die Informationen zu den einzelnen Anbauländern sind ab Seite 118 zu finden. Präsentiert werden sie nach einem klaren Schema, was ein gezieltes Nachschlagen leichter macht. Obgleich sich hier zahlreiche interessante Details finden, eignet sich „Der Kaffeeatlas“ insoweit insgesamt eher dafür, einen ersten Überblick zu gewinnen, denn jedem Land sind nur wenige Seiten gewidmet. Verständlicherweise ist der Abschnitt über Brasilien, das Kaffeeandbauland Nummer eins, größer als beispielsweise der Abschnitt zur Dominikanischen Republik oder zu Ruanda.

Ansprechende Karten zeigen Lage der Anbaugebiete | Foto: Redaktion

Ansprechende Karten zeigen Lage der Anbaugebiete | Foto: Redaktion

Die Beschränkung auf das Wesentliche ermuntert allerdings dazu, einen solchen Abschnitt am Stück komplett zu lesen. Eine gute Idee ist das jeweils deutlich hervorgehobene Geschmacksprofil zu jedem Land, das aus wenigen Sätzen, manchmal sogar nur einem einzigen Satz besteht. Ein Bespiel: „Bourbon-Kaffee aus El Salvador ist für seine Süße und Ausgewogenheit berühmt. Für Letztere sorgt eine angenehm weiche Säure.“

Wer ist der Autor?

Der Verlag stellt den Autor James Hoffmann als „Geschäftsführer eines vielfach ausgezeichneten Röstkaffee-Unternehmens in East London“, als zweifachen Gewinner der britischen Barista Championchips (2006 und 2007) sowie als World Barista Champion (2007) vor. Er ist aber auch Blogger, werft mal einen Blick auf www.jimseven.com!

Der Kaffeeatlas: Blick ins Innere | Foto: Redaktion

Der Kaffeeatlas: Blick ins Innere | Foto: Redaktion

Wer nicht erst seit gestern Kaffeefan ist, wird das eine oder andere bereits wissen. Die Tipps zum Kaffeekauf etwa (nur mit eindeutigem Röstdatum – das sollte nicht länger als zwei Wochen her sein, innerhalb weniger Wochen aufbrauchen, ganze Bohnen kaufen und zu Hause selbst mahlen) sind keine Offenbahrung. Bei der Frage, wie man seinen Kaffeevorrat zu Hause aufbewahren sollte, dürften die meisten von uns jedoch noch etwas lernen.

Gute Mischung aus Infos für Einsteiger und Fortgeschrittene | Foto: Redaktion

Gute Mischung aus Infos für Einsteiger und Fortgeschrittene | Foto: Redaktion

Wie man Kaffee verkostet und die eigenen Eindrücke beschreiben kann, ist sogar eine eigene Kunst, bei der das Buch natürlich nur den Einstieg erleichtern kann. Aber das ist die Art von Kaffeewissen, von dem die Leser bereits bei der nächsten Tasse profitieren. Ihr könnt „Der Kaffeeatlas“ durchaus von vorne bis hinten lesen, aber ich empfehle, dass Ihr Euch zuerst die für Euch interessantesten Themen konzentriert. Für die meisten Leser dürfte es wichtiger sein, etwas über verschiedene Filterarten zu lernen als über Ernte und Trocknung.

Sieht gut aus | Foto: Redaktion

Sieht gut aus | Foto: Redaktion

Mir gefällt der Stil

Empfehlenswert macht das Buch für mich der Schreibstil. Neben der guten Lesbarkeit ist es das Verständnis des Autors für die Bedürfnisse der Nicht-Experten. Ich zitiere aus dem Abschnitt über Espresso: „Espresso zuzubereiten ist so frustrierend wie faszinierend. Daher an dieser Stelle ein warnendes Wort: Investieren Sie nur in eine eigene Espressomaschine, wenn Sie gerade einen neuen Zeitvertreib brauchen. Wer meint, er könne schnell mal ein paar köstliche Cappuccino zum Zeitunglesen am Sonntagmorgen zaubern, weiß nicht, wie arbeitsaufwendig das und das anschließende Saubermachen der Ausrüstung sind.“

Beispiel für den sympathischen Schreibstil | Foto: Redaktion

Beispiel für den sympathischen Schreibstil | Foto: Redaktion

Das macht James Hoffmann sympathisch. Daran werde ich denken, wenn ich das nächste Mal in Kommentaren oder Forenbeiträgen zu Themen wie Vollautomaten oder Kapselkaffeemaschinen von oben herab formulierte Belehrungen mit der Aufforderung, sich eine Siebträgemaschine anzuschaffen, lese.

Tipps zur Espressozubereitung | Foto: Redaktion

Tipps zur Espressozubereitung | Foto: Redaktion

Was kostet es?

Obwohl ich den „Kaffeeatlas“ eingangs zu einem Verschenk-Buch erklärt habe, möchte ich Euch zum Schluss doch empfehlen, es zuerst für Euch selbst zu kaufen, wenn Ihr Kaffee liebt und Ihr etwas mehr darüber erfahren wollt. Die Hardcover-Ausgabe kostet 29,99 Euro, als E-Book ist es für 23,99 Euro erhältlich.

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