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Alternative oder nicht? Kapseln der Ethical Coffee Company im ersten Test

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In diesem Artikel berichte ich von meinen Erfahrungen mit den für Nespresso-Maschinen gedachten Espresso-Kapseln der Ethical Coffee Company. Für meinen ersten Test habe ich die Sorten "dolce" und "indiad'oro" mit meiner Nespresso U von De'Longhi ausprobiert.

Unter den alternativen Anbietern von Kapseln für Nespresso-Maschinen ist die Ethical Coffee Company in Deutschland vermutlich am bekanntesten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es diese Kapseln schon vergleichsweise lange zu kaufen gibt. Andere mir bekannte Kapsel-Anbieter sind noch nicht so lange am Markt.

Ein unbestreitbarer Vorteil der Kapseln der Ethical Coffee Company ist deren leichtere Verfügbarkeit für die Konsumenten, denn es gibt diese Kapseln beispielsweise in REWE-Supermärkten zu kaufen. Die Original-Nespresso-Kapseln gibt es dagegen nur beim Hersteller, wenngleich die Lieferung bei Online-Bestellung sehr schnell geht, worüber ich diese Woche schon hier im Blog geschrieben habe.

Geöffnete Packung mit Kapseln der Ethical Coffee Company

Geöffnete Packung mit Kapseln der Ethical Coffee Company

Günstiger und leichter zu bekommen

Ich habe meine Ethical Coffee Company-Kapseln für den Test in einer Filiale von Media Markt erworben und dafür 2,99 Euro pro 10er-Pack bezahlt. Diese alternativen Kapseln sind also billiger als die Orginal-Kapseln.

Interessanter für mich ist allerdings, dass die Kapseln der Ethical Coffee Company biologisch abbaubar sein sollen. Der Hersteller empfiehlt, sie in der Biotonne zu entsorgen oder zu kompostieren. Laut einem Bericht der Stiftung Warentest aus dem vorigen Jahr sollen die Kapseln allerdings eine dünne Aluminiumschicht (in der Abdeckfolie) enthalten und damit nicht vollständig biologisch abbaubar sein. Daher gehörten sie in den Restmüll.

Größtenteils bestehen die Kapseln der Ethical Coffee Company allerdings aus auf natürliche Weise abbaubarem Material. Die Richtung stimmt schon.

Die Sache mit dem Müll

Das allerorten immer wieder zitierte große Müllproblem der Originalkapseln von Nespresso gibt es so allerdings gar nicht, denn Aluminium lässt sich hervorragend recyclen. In Deutschland können die Original-Kapseln in die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack geworfen werden, was die ganz große Mehrheit der Nespresso-Trinker auch macht. Dass die Verbraucher in vielen anderen Ländern noch nicht so weit sind, was den Umgang mit ihrem Abfall angeht, und dass nicht überall so gute Rückgabemöglichkeiten für die Aluminiumkapseln bestehen wie in Deutschland, muss hierzulande niemanden vom Nespresso-Konsum abhalten.

Umso mehr zählt deshalb der Geschmack, können die alternativen Kapseln mit den Nespresso-Kapseln mithalten? Die Meinungen dazu – und es gibt im Netz wirklich viele zu diesem Thema – gehen stark auseinander. Objektiv lässt sich feststellen, dass der mit „dolce“- und „indiad’oro“-Kapseln der Ethical Coffee Company zubereitete Espresso anders schmeckt als alle mir bekannten Nespresso-Sorten.

Ethical Coffee Company Sorte "indiad'oro"

Ethical Coffee Company Sorte „indiad’oro“

Anderer Geschmack bedeutet mehr Abwechslung

Das ist erst einmal überhaupt nicht schlecht, ich finde das sogar gut, weil ich mit den Kapsel-Alternativen nicht in erster Linie Geld sparen, sondern mehr Abwechslung in der Espressotasse haben möchte. Die meisten Original-Kapseln treffen jedoch besser meinen Geschmack als die beiden Sorten „dolce“ und „indiad’oro“ der Ethical Coffee Company, deren Geschmack könnte intensiver sein. Andererseits kann ich nicht bestätigen, dass der Geschmack so schlecht sei, wie viele behaupten. Er ist gut genug, um zumindest ab und zu zwecks mehr Abwechslung diese Kapseln zu kaufen.

Sorte "indiad'oro" der Ethical Coffee Company

Sorte „indiad’oro“ der Ethical Coffee Company

Für die Sorte „indiad’oro“ gibt der Hersteller auf seiner Intensitätsskala drei von sechs Kaffeebohnen an. Das kommt hin, vom Gesamteindruck her ist dieser Espresso überraschend leicht. Der „indiad’oro“ schmeckt samtig-mild, hat eine feine Säure und ist leicht bitter, aber nicht rauchig. Das gefällt mir gut, begeistert mich aber nicht, dafür fehlt das gewisse Etwas, das aber auch nicht alle Originalsorten besitzen.

Sorte "dolce" der Ethical Coffee Company

Sorte „dolce“ der Ethical Coffee Company

Die zweite Sorte im Test nennt sich „dolce“. Ihre Intensität wird ebenfalls mit drei von sechs Kaffeebohnen angegeben. Hier ist die Säure etwas stärker, der Espresso schmeckt ein wenig fruchtig und zunächst überhaupt nicht bitter. Es bleibt dann allerdings ein bitterer Nachgeschmack, weshalb mit der „indiad’oro“ besser als der „dolce“ gefällt. Um ab und an mal etwas anderes als die Originalkapseln zu trinken, sind diese beiden Sorten der Ethical Coffee Company aber durchaus zu empfehlen. Ihre belebende Wirkung hielt sich in meinem Test in Grenzen.

Ethical Coffee Company Sorte "dolce"

Ethical Coffee Company Sorte „dolce“

Probleme bei der Zubereitung

Viel lesen kann man im Internet außerdem über Probleme bei der Zubereitung mit den Kapseln der Ethical Coffee Company. Die Kapseln würden in den Nespresso-Maschinen steckenbleiben bzw. schon der Hebel (sofern vorhanden) ließe sich nur mit Mühe oder sogar gar nicht herunterdrücken.

Laut Ethical Coffee Company können die eigenen Kapseln mit allen Nespresso-Maschinen außer denen für den gewerblichen Einsatz genutzt werden. Bei Verwendung der neuesten Modellreihe Nespresso U räumt der Anbieter aber selbst Probleme ein. Auf der Website steht zum Einsatz der Nespresso U: „Im Lungo-Modus kann die Nespresso U gelegentlich unsere Kapseln blockieren.“

Ich besitze selbst eine Nespresso U und habe nicht nur im Lungo-Modus Probleme feststellen müssen. Bei ungefähr jeder dritten Espresso-Zubereitung fiel die Kapsel nicht automatisch in den  Sammelbehälter, sondern blieb stecken. Ich muss ihr allerdings nur einen kleinen Stubs geben, damit sie schließlich doch in den Behälter fällt. (Nehmt im Zweifel einen Löffel zu Hilfe, denn die Kapsel und der Bereich drum herum sind nach dem Brühvorgang heiß.) Im nachfolgenden Video ist zu sehen, dass ein Brühvorgang auch problemlos verlaufen kann. Am Ende ist gut zu hören, wie die gebrauchte Kapsel in den Auffangbehälter fällt.

Was ein wenig stört

Das Störende daran ist: Die Nespresso U hat keinen Ausschalter, der Brühvorgang wird durch das Schließen der Klappe am Kapseleinwurf gestartet. Muss man der feststeckenden Kapsel einen Stubs geben, beginnt die Nespresso U erneut zu arbeiten. Das ist nicht schlimm, aber ein wenig lästig.

Im Vergleich zum Einsatz der Original-Kapseln kann es vorkommen, dass man nach dem Brühvorgang weniger Espresso in der Tasse hat. Das lässt sich zwar manuell oder über die Einstellungen am Gerät ausgleichen, ist aber ebenfalls etwas lästig.

Fazit zum ersten Test

Zumindest die beiden Sorten „dolce“ und „indiad’oro“ können meinem Eindruck nach vom Geschmack her nicht ganz mit den echten Nespresso-Kapseln mithalten. Sie schmecken mir aber gut genug, dass ich sie vermutlich ab und zu kaufen werde, um mehr Abwechslung zu haben. Probiert am besten selbst einmal, ob sie Euch zusagen. Kleine Abstriche muss man wohl beim Bedienkomfort machen, doch das schreckt mich nicht ab. Sobald ich weitere Sorten der Ethical Coffee Company gestestet habe, berichte ich hier im Blog von meinen Erfahrungen.

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